Warum Sommerfeste mehr als nur eine Betriebsfeier sind – und wie sie richtig gut werden

Sommerfeste sind mehr als ein Grillbuffet mit guter Laune. Richtig geplant, verbinden sie Teamgeist mit Employer Branding, bieten Bühne für Werte und Zukunftsthemen – und stärken das Wir-Gefühl nachhaltig. Aber wie gelingt das im Sommer 2025? Welche Trends setzen sich durch? Und wo lauern die klassischen Planungsfallen?

  1. Von der Feier zur Strategie: Warum Sommerfeste heute mehr können müssen

Die Zeiten, in denen ein Sommerfest ausschließlich als Bonus für die Belegschaft galt, sind vorbei. Heute erfüllen diese Events strategische Funktionen: Sichtbarkeit nach innen wie außen, Stärkung der Arbeitgebermarke, Teambuilding in hybriden Strukturen und manchmal sogar Recruiting. Das bedeutet auch: Sie wollen ernst genommen werden – und zwar schon in der Konzeption.

  1. Trends 2025: Was kommt auf die Gästeliste – und was fliegt raus?

Nachhaltigkeit first. Auch beim Sommerfest zählt der ökologische Fußabdruck. Zero-Waste-Catering, Mehrwegbecher, Fahrradparkplätze und CO₂-Kompensation sind längst kein „Nice to have“ mehr, sondern Standard.

Mikro-Erlebnisse statt Massenbespaßung. Kleine, individuelle Highlights wie Kreativstationen, Silent Concerts oder Workshops erzeugen tiefere Erinnerungen als die große Hüpfburg.

Hybrid denken. Wer Kolleg:innen im Homeoffice oder an entfernten Standorten einbeziehen will, schafft digitale Zugänge: Livestreams, virtuelle Challenges oder hybride Escape Rooms.

Künstlerische Formate. Tape Art, Live-Illustration oder gemeinsames Storyboard-Zeichnen: Immer mehr Unternehmen setzen auf kreative Elemente, die visuell nach außen wirken – und nach innen verbinden.

Purpose zeigen. Ein gelungenes Sommerfest erzählt auch immer eine Geschichte über das Unternehmen: Seine Haltung, seine Kultur, seine Vision. Wer das im Storytelling des Events spürbar macht, bleibt im Kopf.

  1. Die häufigsten Stolperfallen – und wie man sie umgeht

Kein klares Ziel. „Einfach mal feiern“ ist zu wenig. Was soll das Event auslösen? Wer diese Frage nicht sauber beantwortet, verzettelt sich schnell in Details und verpasst die Chance auf Wirkung.

Location passt nicht zur Botschaft. Der schöne Weinberg ohne ÖPNV-Anschluss passt schlecht zur Green-Strategy. Die hippe Rooftop-Bar bringt wenig, wenn man auf „Bodenständigkeit“ setzen will.

Fehlende Dramaturgie. Gute Events haben einen Spannungsbogen. Wer einfach nur Essen, Musik und Abschied plant, verschenkt Potenzial. Die Abfolge der Programmpunkte sollte sich wie ein gut kuratierter Tag anfühlen.

Zu spät geplant. Sommerfeste im Juni oder Juli? Dann beginnt die Planung idealerweise im März. Viele Lieblingslocations und gute Dienstleister:innen sind sonst längst vergeben.

Unklare Kommunikation. Wer wo wann was macht, sollte für alle Beteiligten verständlich und frühzeitig kommuniziert sein – auch für Dienstleister:innen. Am besten mit Zeitplan, Checklisten und einem klaren Ansprechpartner.

  1. Tipps für gelungene Sommerfeste – von Planung bis Party

  • Frühzeitig ein Team bilden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto stimmiger wird das Event. Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen einzubeziehen, zahlt sich fast immer aus.
  • Ein Motto wählen. Es hilft, Entscheidungen zu treffen und verleiht dem Fest eine erkennbare Linie – auch visuell.
  • Feedback integrieren. Was lief letztes Jahr gut? Was nicht? Wer den Mut zur ehrlichen Auswertung hat, macht’s dieses Mal besser.
  • Kleine Details, große Wirkung. Persönliche Namensbuttons, Fotowände, handgeschriebene Dankeskarten: Solche Elemente erzählen Wertschätzung – ohne das Budget zu sprengen.
  • Professionelle Begleitung. Wer Wirkung will, sollte nicht alles selbst machen. Externe Unterstützung für Konzeption, Regie oder Deko kann den Unterschied machen – vor allem, wenn interne Ressourcen knapp sind.

Fazit

Sommerfeste 2025 sind keine Routineangelegenheit, sondern echte Chancen: für Identifikation, Kommunikation und Arbeitgeberattraktivität. Mit ein bisschen Mut zur Inszenierung, einem klaren Ziel und der richtigen Dramaturgie wird aus einer Pflichtveranstaltung ein echtes Erlebnis. Und das bleibt – auch wenn der letzte Aperol längst ausgetrunken ist.