
smjata 2025 – Unser Gipfeltreffen am See
Manchmal muss man hoch hinaus, um wieder gemeinsam den Boden
Sommerfeste sind mehr als ein Grillbuffet mit guter Laune. Richtig geplant, verbinden sie Teamgeist mit Employer Branding, bieten Bühne für Werte und Zukunftsthemen – und stärken das Wir-Gefühl nachhaltig. Aber wie gelingt das im Sommer 2025? Welche Trends setzen sich durch? Und wo lauern die klassischen Planungsfallen?
Die Zeiten, in denen ein Sommerfest ausschließlich als Bonus für die Belegschaft galt, sind vorbei. Heute erfüllen diese Events strategische Funktionen: Sichtbarkeit nach innen wie außen, Stärkung der Arbeitgebermarke, Teambuilding in hybriden Strukturen und manchmal sogar Recruiting. Das bedeutet auch: Sie wollen ernst genommen werden – und zwar schon in der Konzeption.
Nachhaltigkeit first. Auch beim Sommerfest zählt der ökologische Fußabdruck. Zero-Waste-Catering, Mehrwegbecher, Fahrradparkplätze und CO₂-Kompensation sind längst kein „Nice to have“ mehr, sondern Standard.
Mikro-Erlebnisse statt Massenbespaßung. Kleine, individuelle Highlights wie Kreativstationen, Silent Concerts oder Workshops erzeugen tiefere Erinnerungen als die große Hüpfburg.
Hybrid denken. Wer Kolleg:innen im Homeoffice oder an entfernten Standorten einbeziehen will, schafft digitale Zugänge: Livestreams, virtuelle Challenges oder hybride Escape Rooms.
Künstlerische Formate. Tape Art, Live-Illustration oder gemeinsames Storyboard-Zeichnen: Immer mehr Unternehmen setzen auf kreative Elemente, die visuell nach außen wirken – und nach innen verbinden.
Purpose zeigen. Ein gelungenes Sommerfest erzählt auch immer eine Geschichte über das Unternehmen: Seine Haltung, seine Kultur, seine Vision. Wer das im Storytelling des Events spürbar macht, bleibt im Kopf.
Kein klares Ziel. „Einfach mal feiern“ ist zu wenig. Was soll das Event auslösen? Wer diese Frage nicht sauber beantwortet, verzettelt sich schnell in Details und verpasst die Chance auf Wirkung.
Location passt nicht zur Botschaft. Der schöne Weinberg ohne ÖPNV-Anschluss passt schlecht zur Green-Strategy. Die hippe Rooftop-Bar bringt wenig, wenn man auf „Bodenständigkeit“ setzen will.
Fehlende Dramaturgie. Gute Events haben einen Spannungsbogen. Wer einfach nur Essen, Musik und Abschied plant, verschenkt Potenzial. Die Abfolge der Programmpunkte sollte sich wie ein gut kuratierter Tag anfühlen.
Zu spät geplant. Sommerfeste im Juni oder Juli? Dann beginnt die Planung idealerweise im März. Viele Lieblingslocations und gute Dienstleister:innen sind sonst längst vergeben.
Unklare Kommunikation. Wer wo wann was macht, sollte für alle Beteiligten verständlich und frühzeitig kommuniziert sein – auch für Dienstleister:innen. Am besten mit Zeitplan, Checklisten und einem klaren Ansprechpartner.
Sommerfeste 2025 sind keine Routineangelegenheit, sondern echte Chancen: für Identifikation, Kommunikation und Arbeitgeberattraktivität. Mit ein bisschen Mut zur Inszenierung, einem klaren Ziel und der richtigen Dramaturgie wird aus einer Pflichtveranstaltung ein echtes Erlebnis. Und das bleibt – auch wenn der letzte Aperol längst ausgetrunken ist.

Manchmal muss man hoch hinaus, um wieder gemeinsam den Boden

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